Allgemeine Geschäftsbedingungen
Tobias Franke Coaching & Beratung, Niederfeldstraße 20, 34281 Gudensberg
Stand: Oktober 2026
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Coaching-, Beratungs- und Trainingsleistungen, die Tobias Franke Coaching & Beratung (nachfolgend „Coach“) gegenüber seinen Kunden erbringt – unabhängig davon, ob diese in Präsenz oder online stattfinden.
(2) Kunden sind sowohl Verbraucher (§ 13 BGB) als auch Unternehmer (§ 14 BGB). Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Coach ihnen ausdrücklich schriftlich zustimmt.
§ 2 Vertragsschluss und Leistungsumfang
(1) Die Darstellung der Leistungen auf der Website ist kein verbindliches Angebot, sondern eine Aufforderung zur Kontaktaufnahme.
(2) Ein Vertrag kommt zustande, wenn der Coach eine Anfrage des Kunden in Textform (z. B. per E-Mail) bestätigt oder beide Seiten eine schriftliche Vereinbarung treffen. Inhalte, Methoden, Umfang, Ziele und Honorar werden vor Beginn der Zusammenarbeit individuell vereinbart.
(3) Geschuldet ist die professionelle und sorgfältige Durchführung der vereinbarten Leistungen, nicht ein bestimmter Erfolg (Dienstvertrag).
§ 3 Abgrenzung zu Psychotherapie und Heilbehandlung
(1) Coaching ist ein Beratungs- und Entwicklungsprozess für psychisch gesunde Menschen. Es ist keine Psychotherapie, keine Heilbehandlung und kein Ersatz für eine ärztliche, psychotherapeutische oder heilpraktische Behandlung. Der Coach stellt keine Diagnosen und gibt keine Heilversprechen.
(2) Der Kunde informiert den Coach vor Beginn der Zusammenarbeit, wenn er sich in psychotherapeutischer oder psychiatrischer Behandlung befindet oder gesundheitliche Einschränkungen bestehen, die für das Coaching von Bedeutung sein können. Die Teilnahme sollte dann mit der behandelnden Person abgestimmt werden.
(3) Ergeben sich im Verlauf Hinweise auf eine behandlungsbedürftige Erkrankung, weist der Coach darauf hin und kann die Zusammenarbeit unterbrechen oder beenden. Bereits erbrachte Leistungen werden abgerechnet; im Voraus gezahlte Honorare für nicht erbrachte Leistungen werden erstattet.
§ 4 Rechte und Pflichten
(1) Der Coach verpflichtet sich zur professionellen und gewissenhaften Durchführung der vereinbarten Leistungen.
(2) Der Kunde verpflichtet sich, die vereinbarten Termine wahrzunehmen, aktiv mitzuwirken und die für das Coaching erforderlichen Informationen zu geben.
(3) Der Kunde ist für seine Entscheidungen und deren Umsetzung im Rahmen und außerhalb des Coachings selbst verantwortlich.
(4) Bei Online-Sitzungen sorgt der Kunde für eine funktionsfähige technische Ausstattung (internetfähiges Gerät mit Kamera und Mikrofon, stabile Internetverbindung) und einen ungestörten Ort.
(5) Ton-, Bild- und Videoaufzeichnungen der Sitzungen sowie Fotos oder Bildschirmaufnahmen (Screenshots) sind dem Kunden nicht gestattet – weder in Präsenz noch online. Ausnahmen bedürfen der vorherigen Zustimmung des Coaches in Textform. Auch der Coach zeichnet Sitzungen nicht ohne vorherige Zustimmung des Kunden auf.
§ 5 Honorar und Zahlungsbedingungen
(1) Das Honorar wird vor Beginn der Zusammenarbeit in Textform vereinbart. Als Kleinunternehmer im Sinne von § 19 UStG berechnet der Coach keine Umsatzsteuer.
(2) Zahlungen erfolgen per Banküberweisung innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung, sofern nichts anderes vereinbart ist.
(3) Bei Paketen, die mehrere Sitzungen umfassen, kann eine Vorauszahlung vereinbart werden.
(4) Finden Präsenztermine auf Wunsch des Kunden an einem anderen Ort statt (z. B. in den Räumen eines Unternehmens), können Fahrt- und gegebenenfalls Übernachtungskosten anfallen. Diese werden vorab in Textform vereinbart und gesondert berechnet.
§ 6 Terminabsagen, Verspätung und Nichterscheinen
(1) Vereinbarte Termine kann der Kunde bis 48 Stunden vor Beginn kostenfrei absagen oder verschieben. Die Absage erfolgt in Textform (z. B. per E-Mail) oder telefonisch.
(2) Bei einer späteren Absage oder wenn der Kunde zum Termin nicht erscheint, bleibt der Anspruch auf das für diesen Termin vereinbarte Honorar bestehen (Ausfallhonorar). Der Coach muss sich jedoch anrechnen lassen, was er durch den Ausfall erspart oder durch eine anderweitige Vergabe des Termins erwirbt. Dem Kunden bleibt ausdrücklich der Nachweis vorbehalten, dass dem Coach kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
(3) Kann der Kunde einen Termin aus Gründen nicht wahrnehmen, die er nicht zu vertreten hat (z. B. plötzliche Erkrankung, Unfall), und teilt er dies unverzüglich mit, wird kein Ausfallhonorar berechnet. Auf Verlangen des Coaches weist der Kunde die Verhinderung innerhalb von 7 Tagen durch einen geeigneten Nachweis nach (z. B. eine ärztliche Bescheinigung; Angaben zur Diagnose sind nicht erforderlich). Wird der Nachweis nicht fristgerecht erbracht, gilt Absatz 2.
(4) Verspätet sich der Kunde, endet die Sitzung dennoch zur vereinbarten Zeit; die volle Sitzung wird berechnet. Bei Online-Sitzungen gilt ein Termin als nicht wahrgenommen, wenn der Kunde nicht innerhalb von 15 Minuten nach Beginn erreichbar ist.
(5) Muss der Coach einen Termin absagen, wird ein Ersatztermin vereinbart. Ist dies nicht möglich, werden bereits gezahlte Honorare für den ausgefallenen Termin erstattet. Weitergehende Ansprüche bestehen nur nach § 10.
§ 7 Vertraulichkeit und Datenschutz
(1) Der Coach behandelt alle Informationen, die er im Rahmen des Coachings erhält, vertraulich – auch über das Ende der Zusammenarbeit hinaus. Eine Weitergabe erfolgt nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Kunden oder aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung.
(2) Personenbezogene Daten werden gemäß DSGVO verarbeitet. Weitere Informationen enthält die Datenschutzerklärung.
§ 8 Besonderheiten bei Aufträgen von Unternehmen
(1) Beauftragt ein Unternehmen den Coach mit Leistungen für eigene Mitarbeitende oder Teams (nachfolgend „Auftraggeber“), gelten ergänzend die folgenden Regelungen. Die teilnehmenden Personen werden nachfolgend „Coachees“ genannt.
(2) Anliegen und Ziele eines Coachings werden zu Beginn gemeinsam von Auftraggeber, Coachee und Coach geklärt. Die Inhalte der Sitzungen bleiben auch gegenüber dem Auftraggeber vertraulich. An den Auftraggeber werden nur Informationen weitergegeben, die vorher mit dem Coachee abgestimmt wurden – in der Regel lediglich, ob und in welchem Umfang Sitzungen stattgefunden haben.
(3) Workshops, Trainings und Gruppenveranstaltungen kann der Auftraggeber bis 30 Kalendertage vor dem Termin kostenfrei absagen oder verschieben. Bei einer späteren Absage werden berechnet: weniger als 30 Kalendertage vor dem Termin 50 %, weniger als 21 Kalendertage vor dem Termin 75 % und weniger als 14 Kalendertage vor dem Termin 100 % des vereinbarten Honorars. Bereits angefallene, nicht stornierbare Kosten (z. B. Reisekosten) werden zusätzlich erstattet. Dem Auftraggeber bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem Coach kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
(4) Für Einzelcoachings im Auftrag eines Unternehmens gilt § 6 entsprechend.
§ 9 Urheberrecht an Arbeitsmaterialien
(1) Die vom Coach überlassenen Unterlagen (z. B. Arbeitsblätter, Übungen, Vorlagen und Präsentationen) sind urheberrechtlich geschützt. Der Kunde darf sie ausschließlich für den eigenen Gebrauch nutzen. Eine Vervielfältigung, Weitergabe an Dritte, Veröffentlichung oder Nutzung für eigene Schulungs- oder Beratungsangebote ist nur mit vorheriger Zustimmung des Coaches in Textform erlaubt.
(2) Bei Aufträgen von Unternehmen dürfen die Unterlagen von den teilnehmenden Mitarbeitenden (Coachees) innerhalb des Unternehmens genutzt werden.
(3) Ergebnisse, die für den Kunden persönlich erarbeitet werden (z. B. ein überarbeiteter Lebenslauf oder Bewerbungsunterlagen), darf der Kunde uneingeschränkt nutzen.
§ 10 Haftung
(1) Der Coach gibt keine Erfolgsversprechen. Der Kunde trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen und Handlungen.
(2) Der Coach haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
(3) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Coach nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf), und zwar begrenzt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(4) Für Störungen bei Online-Sitzungen, die außerhalb des Einflussbereichs des Coaches liegen (z. B. Ausfälle von Internet- oder Videodiensten), haftet der Coach nicht; ausgefallene Zeit wird nachgeholt oder nicht berechnet.
§ 11 Vertragsdauer und Kündigung
(1) Der Vertrag beginnt mit der Bestätigung nach § 2 und endet mit Abschluss der vereinbarten Sitzungen.
(2) Beide Seiten können den Vertrag mit einer Frist von 7 Tagen kündigen. Das gesetzliche Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund sowie zur jederzeitigen Kündigung bei Diensten höherer Art, die aufgrund besonderen Vertrauens übertragen werden (§ 627 BGB), bleibt unberührt.
(3) Bei vorzeitiger Beendigung werden die bis dahin erbrachten Leistungen anteilig abgerechnet. Im Voraus gezahlte Beträge für nicht erbrachte Leistungen werden erstattet.
§ 12 Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Verbrauchern steht bei Verträgen, die ausschließlich über Fernkommunikationsmittel (z. B. E-Mail, Telefon, Kontaktformular) oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen werden, ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Einzelheiten enthält die Widerrufsbelehrung.
(2) Soll eine Leistung bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnen, muss der Verbraucher dies ausdrücklich verlangen (z. B. per E-Mail). Widerruft er den Vertrag danach, hat er für die bis zum Widerruf erbrachten Leistungen einen anteiligen Wertersatz zu leisten.
(3) Das Widerrufsrecht erlischt, wenn die Leistung vollständig erbracht wurde und der Verbraucher vor Beginn ausdrücklich zugestimmt und bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung verliert.
§ 13 Änderungen dieser AGB
Der Coach kann diese AGB für die Zukunft ändern. Für bereits geschlossene Verträge gelten die bei Vertragsschluss vereinbarten AGB, es sei denn, der Kunde stimmt einer Änderung ausdrücklich zu.
§ 14 Anwendbares Recht und Gerichtsstand
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch nicht zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates entzogen werden, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand der Sitz des Coaches. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.
§ 15 Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.